Die Neufassung meiner Schlaganlage die im Herbst 2011                        

umgebaut wurde

- es ist sicher keine gute Schlaganlage, aber eine sehr zweckmäßige -

 wenn man nicht mehr hat, muß man das beste daraus machen.                  

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                                                                                               vom Zuchtschlag aus fotografiert

 

 

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                                                                                                             vom 1.Stock des Wohnhauses fotografiert

 

       

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                                                                                                vom Küchenfenster aus fotografiert

 

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                                                                                                                       direkt vor dem Schlag fotografiert

                    

 

Voliere 2004.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                     

 

 

 

 

 

 

                                                                                  der Zuchtschlag - hier noch total offen mit Metallgitter

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                                                    Zuchtschlag - Wohnhaus - Ansatz des linken Trakt vom Witwerschlag

 

 

 

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Eintrag 1.März 2016

 

Hallo Sportfreund,

ich habe hier neue Bilder eingestellt, weil die Frage am Internetstammtisch auf mich zugekommen ist....wie ist die Lüftung meiner Schläge?

 

Sportfreunde, in diesem Punkte gehen die Meinung oftmals sehr weit auseinander, was aber auch meiner Meinung von den so verschiedenen Standpunkten abhängig ist.

Mein Reiseschlag steht seit 1987 an gleicher Stelle und ich kann diesen Standort als wirklich sehr schlechten Standort bezeichnen.

Warum?

Als ich 1976 bei meinem Wohnhaus den Keller an einem wunderschönen Frühlingstag ausgebaggert habe, hatte ich erst mal Freude, weil der Boden ein sehr fester

Quarzlemboden war und dadurch ohne abstützen in der Baugrube gearbeitet werden konnte.

Aber als ich am nächsten Tag wieder zu Baugrube gekommen bin (wieder ein wunderschöner Tag und es hatte seit vielen Tagen nicht mehr geregnet) traute ich meinen Augen

nicht. Was ich sah bestürzte mich total und war kaum zu glauben. Die Baugrube stand ca. 20 cm komplett unter Wasser !!!

Wie war das möglich....die Quarzlembodenwände glitzerten so als wäre da Gold in den Adern. War es aber leider nicht, es war so Art Schwitzwasser das aus dem Boden heraus

schwitzte und zu dem Wasserstand in der Baugrube führte.

Ich war erstmal geschockt. Was tun? Es mußte ein Wassertauchpumpe her um das Wasser abzusaugen, damit wir weiterarbeiten konnten.

Wir brauchten ca. 3 Wochen bis wir den Keller herausgemauert hatten, den täglich morgens und den ganzen Tag mußte die Tauchpumpe laufen damit alles so einigermaßen trocken

gehalten werden konnte. Anschließend wurde ein absolut gute Bodentrainnage um das Haus herum gelegt und ich muß heute noch klopfen ....wir haben das super hinbekommen.

Auch heute noch kommt 24 Stunden am Tag ein 2-3 cm dicker Wasserstrahl aus den Sickerschläuchen die wir damals um das Haus herum gelegt haben.

Seit 1976 bewohne ich mit meiner Familie dieses absolut trockene Haus ohne Probleme.

Der einzige der Probleme hat....bin ich selber und meine Tauben, den ich reagiere sehr auf Wasseradern, bin immer müde und kaputt, während meine Frau und Kinder in der Richtung niemals Probleme hatten.

Ich habe mehrfach mir die Wasseradern von Wünschelrutengängern suchen lassen mit dem Ergebnis, das durch das Wohnhaus 5 Wasseradern quer und 1 diagonal laufen.

Das ganze setzt sich in der Verlängerung zu den Taubenschlägen fort, so das auch dort in den 12 Metern Länge der Schlaganlage ebenfalls 5 Wasserader quer und die eine diagonale

aus dem Wohnhaus hier weiterverläuft.

Ich habe mehrfach diesen Schlag mit verschiedenen Massnahmen abzuschirmen versucht....bis heute Fehlanzeige. Meine Tauben sind genau so müde wie ich und fliegen nur unter

Zwang am Haus, freiwillig keine Runde....und das nicht nur an einem Tag im Jahr sondern jeden Tag Jahrein Jahraus.

Der Leser von "LIVE-dabei" und am Internetstammtisch weiß das hinlänglich.

 

Deshalb auch immer die Probleme mit der großen Feuchtigkeit in meinen Schlägen.

So habe ich immer wieder versucht das beste daraus zu machen. Die Anfangserfolge aus diesem Schlag waren sehr mäßig, was sich erst langsam im Laufe der Jahre geändert hat.

Von großen Fenstern mit Drahtgitter versehen und ganz oder teilweise oder nur nach unten weggekippt, alles wurde probiert, die Schläge waren aber immer sehr feucht.

So um 2005 habe ich nach einem Telefonat mit dem Spitzenzüchter Theo Jappe vor diese Drahtgitter auch noch das grüne Windfangnetz gemacht.

Da wurden die Schläge zwar etwas trockener und doch war ich nicht zufrieden. Zum anderen wurden die Schläge dadurch auch dunkler, was mir so auch nicht ganz paßte.

 

So habe ich im Herbst 2011 alles anders gemacht.

Ich habe die Vorderfront meiner Reiseschläge komplett neu gemacht.

Neu gemacht indem ich die alten Isolier-Fenster aus meinem Wohnhaus in den Taubenschlag eingebaut habe.

Die ganze Vorderfront wurde Fenster an Fenster direkt auf dem Schlagboden eingesetzt. Nur abgetrennt durch ein Kantholz und darauf ein 14 cm breites Brett um das Fenster

fest zu fixieren....aus Ende. Absolut kein Lüftung mehr in der Vorderfront in allen Schlägen!!!

Die einzige Lüftung die meine Schläge noch haben ist ein schmaler Streifen von 10 bis 16 cm an der Schlagdecke. Der Weibchenschlag hat überhaupt keine Lüftung mehr.

Seit ich diesen Umbau vorgenommen habe ist das Schlagklima erheblich besser geworden.

Die Schläge sind jetzt im Vergleich zu früher um sehr vieles trockener geworden, ja.....jetzt sind diese so, das man sich auch bei noch so feuchtem, klammen und kalten Wetter

sehr wohlfühlt wenn man sich im Taubenschlag aufhält.

Jetzt ist ein richtiges Wohlfühlklima darin entstanden. Jetzt baut sich durch die Körperwärme der Tauben auch angenehmes Klima auf und das ist für mich sehr sehr wichtig,

den auf einem Schlag der feucht und ausgekühlt ist kann eine Taube auch keine Form aufbauen.

Deshalb bin ich nach mehr als 50 Jahren Taubensport der Meinung, lieber einen Schlag mit etwas weniger Frischluft als mit zu viel, den viel Frischluft enthält sehr oft auch viel

Feuchtigkeit und viel Feuchtigkeit bedeutet auch sehr schlechtes Schlagklima.

Ich sehe bei mir sehr deutlich die Besserungen am Schlag.

War früher der Kot um die Nestschüsseln wenn dieser mal ein paar Tage nicht entfernt wurde, schnell mit Schimmelflaum belegt, ist das jetzt bei trockenerem Schlag sehr viel

besser geworden.

So habe ich auch meinen Zuchtschlag der nach Südosten ausgerichtet ist, mittlerweile total mit Isolierglasscheiben ausgestattet und sehe ich da die erhebliche Klimaverbesserung

am Schlag.

Immer wenn bei mir Züchter am Schlag waren und die Offenfront gesehen hatten sagten die, Mensch hast Du einen guten Zuchtschlag....der ist knochentrocken mit viel Luft usw.

weil die nicht gesehen haben was wirklich los war. Weil ich jeden Tag die Schläge gereinigt habe.

Habe ich mal 2-3 Tage bei feuchtem Wetter nicht sauber gemacht...schon war der Schimmelbart auf dem Kot um die Nester.

Seitdem ich auch am Zuchtschlag diese Isolierfenster eingebaut habe ist ein viel besseres, trockeneres Klima am Schlag.

 

Nachfolgend ein paar Bilder aus den Reiseschlägen, die sehr gut die schmalen Lüftungsöffnungen in den Schlägen zeigen.

 

 

 

Witwerschlag 2   1200.JPG
2016 Witwerschlag 1200.JPG
 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der Witwerschlag mit den 39 neuen Zellen frisch eingebaut -  hier kann man sehr gut die einzige Be und Entlüftung an der Schlagdecke sehen.

Man sieht auch sehr gut, das die Fenster fest eingebaut und nicht zu öffnen sind. Es kommt also alle Luft von oben und muß da auch wieder raus.

Ich denke das diese Luftöffnung auch nur halb so breit sein müßte und das würde auch locker für die Luftversorgung reichen.

Oben im Satteldach ist auch dieses mit Kartonagen abgedeckt und nur wo die Lichtdachziegel sind und ganz oben der Firstbaum ist offen.

 

 

2016 Weibchenschlag vorne 1200.JPG
2016 Weibchenschlag 1200.JPG
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


oben im Bild der Weibchenschlag - Sportfreunde....was Du da siehst siehst Du auch richtig. Da ist überhaupt keine Lüftungsöffnung mehr

angebracht.....da ist alles zu.

Hatte ich früher erst links und rechts die Traufen ganz zugemacht, folgte dann das zumachen das ganzen Sattels bis zum Firstbaum und

seit 2011 habe ich oben die Lattentrennung vom Schlag zum Sattel auch komplett mit dicken Kartonagen total abgedeckt.

Es gibt hier also überhaupt keine Lüftung mehr und nur was so ein wenig durch die Ritzen und die Verbindungstür zum Vorraum rein kann

sorgt für den Luftaustausch.

Natürlich auch tagsüber wenn die Weibchen in der reisefreien Zeit in die Außenvolieren können. Während der Reise sind sie draußen und es ist

zu oder drinnen und es ist zu.

Du glaubst  nicht lieber Sportfreund welch trockenes, gutes Schlagklimme dadurch auf diesem Schlag herrscht.

Die letzte Feuchtigkeit die da noch vorhanden sein könnte nehmen die vielen Kartonagen an Schlagdecken und Wänden auf.

 

 

 

 

2016 Jungschlag 1  1200.JPG
2016 Jungschlag 3.JPG
2016 Jungschlag 2  1200.JPG
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Auch hier bei den 3 Jungschlägen gleiches Muster wie im

Vogel und Weibchenschlag.

Unten alles zu und ob in der Mitte der Schlagdecke

die Öffnung nach oben in das Dach-Sattelgewölbe.

In allen 3 Schlägen ist auch sehr viel dicke Pape an den

Wänden angebracht, um Feuchtigkeit aufzunehmen

aber auch wieder abzugeben.

In allen 3 Schlägen ist jetzt trockenes, gutes Schlagklima.

 

 

Tija lieber Sportfreund,

viele Weg führn nach Rom...man muß diese aber auch gehen,

den von selbst geht nichts und der Schlag ist für die Taube das

allerwichtigste zum Erfolg.

In diesem Sinne....packen wir's an es ist noch nicht zu spät ;-)

 

Taubengruß

Alfred Weber

 

 

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